Leadgenerierung mit Google AdWords

Posted by Annika Reimers on 29.05.2018 09:25:24

Wenn es um die Leadgenerierung für die eigene Webseite geht, kommt man an Google AdWords nicht vorbei. Durch den Anzeigenkauf bei Google lässt sich die eigene Webseite pushen; besonders Impressionen lassen sich über das Tool erzeugen. Aber wie funktioniert Google AdWords eigentlich und wie generiere ich damit (nachhaltige) Leads? Dazu erfahren Sie mehr in unserem Artikel.

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Zuallererst gilt: wenn Sie die Möglichkeit haben, an einer Google AdWords Schulung teilzunehmen, dann sollten Sie dies tun. Google bietet in vielen Ländern kostenlose Schulungen an. Für AdWords gibt es sowohl eine Schulung für Anfänger wie auch eine Schulung für Fortgeschrittene (in Deutschland können Sie sich über die Google Zukunftwerkstatt und in der Schweiz über Learn with Google dafür anmelden). Diese können beide meist an einem Tag absolviert werden.

Erste Schritte der Leadgenerierung bei Google AdWords

Um Google AdWords nutzen zu können, müssen Sie sich ein Konto anlegen und einrichten. So bald Sie diesen Prozess beendet haben, können Sie mit der Anzeigenerstellung und der damit verbundenen Leadgenerierung beginnen. Vergessen Sie aber vor der Nutzung von Anzeigen nicht Ihre Zielgruppe zu definieren und zu recherchieren! Zu diesem Thema haben wir einen eigenen Blogbeitrag verfasst: "Achtung umsatzrelevant! Die b2b Buyer Persona". Nur wenn Sie wissen, nach welchen Begriffen Ihre Zielgruppe sucht, können Sie Google AdWords effektiv nutzen. Denn dann können Sie die richtigen Keywords für Ihre Kampagnen und Anzeigen definieren. Alles andere wäre ein Schuss ins Blaue und wird Ihnen letztendlich keinen Mehrwert bringen.

Erstellen von Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen

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Im ersten Schritt erstellen Sie eine Kampagne, in der Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bewerben. Dort lassen sich Start- und Enddatum, Tagesbudget (und die dazugehörigen Optionen), Länder- und Spracheinstellungen, Optionen für die Anzeigenauslieferung und die Schaltung im Such-Werbenetzwerk (sollen Ihre Anzeigen nur bei der Google Suche oder auch im Google Displaynetzwerk ausgegeben werden?) festlegen. Sie können zwischen der Generierung von Umsätzen, Leads oder Zugriffen auf Ihre Website wählen. Da wir Leads generieren wollen, verwenden wir die "Leads"-Option. Diese möchten wir über Website-Besuche generieren und nicht über Anrufe oder App-Downloads.

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Wir möchten unsere Kampagne in diesem Fall nur im Suchnetzwerk und innerhalb von Deutschland schalten. Zusätzlich können Sie noch die Sprachen Ihrer Zielgruppe festlegen, sowie das Tagesbudget für die Kampagne. Beim Tagesbudget können Sie entscheiden, ob es über den Tag gleichmäßig verteilt oder doch lieber beschleunigt ausgegeben wird. Wenn Sie die "Beschleunigt"-Variante wählen, kann es sein, dass Ihre Anzeige zum Beispiel schon ab 8 Uhr nicht mehr ausgegeben wird. Über die Gebote können Sie entscheiden, ob das Gebot über die Conversions, einen Conversion-Wert oder Klicks festgelegt wird. Um Leads zu generieren, ist es am sinnvollsten die Conversions auszuwählen, da über Klicks nicht zwingend ein Lead aus Ihrem Besucher wird (Conversions sind allerdings teurer als Klicks).

Weiterhin können Sie das Start- und Enddatum Ihrer Kampagne bestimmen, Zielgruppen festlegen, Erweiterungen an Ihre Kampagne anhängen und entscheiden, ob Sie Dynamische Suchnetzwerk-Anzeigen aktivieren möchten. Haben Sie bereits Erweiterungen für das gesamte Konto angelegt, können Sie diese für die Kampagne auswählen. Die Erstellung von Erweiterungen ist etwas unübersichtlich. Falls Sie noch keine Erweiterungen erstellt haben, sollten Sie diese erst hinzufügen, so bald Sie Ihre Kampagne und Anzeigengruppe fertig gestellt haben.

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Bei der Anzeigenrotation ist standardmäßig "Optimieren: leistungsstärkste Anzeigen bevorzugt bereitstellen" ausgewählt. Diese Option sollten Sie beibehalten. Den Werbezeitplaner sollten Sie genauer einstellen, wenn Sie wissen, zu welchen Zeiten sich Ihre Zielgruppe bei Google bewegt. Wenn Sie Google Analytics verwenden, können Sie dort einsehen, zu welchen Zeiten Ihre Zielgruppe über die organische Suche auf Ihre Webseite gelangt sind. Das können Sie als Anhaltspunkt für Ihre Anzeigenschaltung über den Werbezeitplaner verwenden.

In unserer Kampagne lässt sich wiederum eine Anzeigengruppe (oder mehrere) erstellen. Im ersten Schritt können Sie hier Ihre zu verwendenden Keywords eintragen. Google schlägt Ihnen bereits weitere Keywords vor. An dieser Stelle lassen sich der CPC (Cost per Click) für die gesamte Anzeigengruppe, Keywords, Anzeigentexte und demografisches Targeting einstellen. In diesen Anzeigengruppen können nun unsere ersten Anzeigen erstellt werden.

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In den Anzeigeneinstellungen legen Sie die finale URL, Ihren Anzeigentitel, den angezeigten Pfad sowie die Anzeigenbeschreibung fest. Achten Sie darauf, dass in Ihrem Titel und der Beschreibung die Keywords vorkommen, die Sie zuvor festgelegt haben. Überprüfen Sie im letzten Schritt noch einmal Ihre Einstellungen und geben Sie die Anzeige frei. So bald Google Ihre Anzeige auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft und freigegeben hat ist Ihre Anzeige live.

Was Sie bei der Anzeigenerstellung zur Leadgenerierung beachten sollten

Bei der Erstellung von Anzeigen gibt es einige Punkte zu beachten. Damit Ihre Anzeige von Google überhaupt freigegeben wird, müssen Sie die Google AdWords Richtlinien einhalten.

Der Qualitätsfaktor bei Google AdWords

Der Preis für eine Conversion oder einen Klick wird über den Qualitätsfaktor Ihrer Anzeige bestimmt. Dieser setzt sich aus drei Faktoren zusammen: Voraussichtliche Klickrate, Nutzererfahrung auf der Zielseite (z.B.: Ladezeit, Usability) und Anzeigenrelevanz. Google vergleicht die Werte Ihrer Anzeige mit denen Ihrer Konkurrenz und berechnet dadurch die Gebotspreise. Die voraussichtliche Klickrate errechnet Google und kann von Ihnen nicht beeinflusst werden. Bei der Nutzererfahrung auf der Zielseite kommt es unter anderem auf die Ladezeit und die Benutzerfreundlichkeit an. Lädt Ihre Seite schnell oder lädt sie zu langsam und Sie haben dadurch bei den Besuchern Ihrer Zielseite eine hohe Absprungrate? Finden die Besucher auf Ihrer Zielseite schnell das, was Sie in Ihrer Anzeige versprechen oder müssen Sie lange suchen? Je nutzerfreundlicher Ihre Seite ist, umso besser wird Ihr Qualitätsfaktor sein. Lesen Sie zum Thema Webseitenoptimierung auch unseren Blogbeitrag "Macht Ihre Website eine gute Figur?". Der letzte Faktor Anzeigenrelevanz vergleicht wie Ihre Anzeige zu Ihrer Zielseite passt. Finden sich die Keywords auf Ihrer Zielseite wieder oder wird hier eine andere Thematik angesprochen?

Um Leads generieren zu können ist es wichtig, dass Keywords, Anzeige und Zielseite genau aufeinander abgestimmt sind!

Keywords bei Google AdWords

Wenn Sie Google AdWords neu austesten sollten Sie bei den Keywords zu Beginn die Optionen "modifiziert weitgehend passend" auswählen, damit Sie nicht zu viele mögliche Klicks und Conversions verlieren. Ist Ihre Anzeige schon einige Zeit geschaltet, können Sie eine Analyse vornehmen und betrachten über welche Suchbegriffe Nutzer auf Ihre Seite gelangen. Das ist der richtige Zeitpunkt, um exakt passende Keywords in Ihren Anzeigen zu verwenden und höhere Gebote zu bestimmen, da Conversions und Klicks wahrscheinlicher werden und sich Ihr höheres Gebot lohnt.

Wie viele Keywords und Anzeigen soll ich verwenden?

Es gibt verschiedene Angaben darüber, wie viele Keywords Sie pro Anzeige verwenden sollen. Bewährt hat sich aber, dass Sie am besten maximal ein bis fünf Keywords pro Anzeige verwenden. In vielen Fällen wird der größte Umsatz mit maximal 10 bis 30 Keywords in einer Kampagne generiert.

Schalten Sie pro Keyword fünf bis acht Anzeigen und testen Sie, welche Anzeigen am besten funktionieren. Google AdWords lernt von selbst und schaltet am Ende nur noch die leistungsstärkste Ihrer Anzeigen.

Verwenden Sie die Erweiterungen!

Über die Erweiterungen lässt sich die Click-Through-Rate für Ihre Anzeigen erhöhen. Besonders die Erweiterung mit Zusatzinformationen, die Sitelink-Erweiterung und die Snippet-Erweiterung bieten Ihnen die Möglichkeit, um dem Nutzer mehr Informationen über Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bereitzustellen.

Fazit

Kennen Sie Ihre Zielgruppe. Nutzen Sie die richtigen Keywords. Arbeiten Sie am Qualitätsfaktor Ihrer Anzeige, um im Vergleich zu Ihrer Konkurrenz besser da zu stehen. Nur so haben Sie Vorteile im Gebotsverfahren.

Und bei der Leadgenerierung über Google AdWords gilt wie auch bei der SEO: gestalten Sie die Anzeige und Ihre Zielseite so, dass ein benutzerfreundliches Erlebnis gewährleistet ist.

Tipp: Lesen Sie unseren Blogbeitrag mit 5 smarten Hacks zur Leadgenerierung und laden Sie sich unser kostenloses eBook zur B2B Leadgenerierung herunter, um noch mehr über das Thema zu erfahren.

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Topics: Leadgenerierung, Inbound Marketing

Mark Lotse - Der Blog

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