HubSpot Sales Hub vs. Dynamics 365 Sales: Welches CRM passt zu eurem B2B-Vertrieb?

August 26. 2026
Content Marketing, Inbound Marketing, Hubspot
Kontrast HubSpot MS Dynamics - modern vs. traditionell

Dynamics 365 Sales passt zu Unternehmen mit eigenem CRM-Admin-Team, tiefer Microsoft-365-Bindung und komplexen ERP-Verknüpfungen. HubSpot Sales Hub passt zu Vertriebsteams, die Pipelines, Felder und Reports selbst anpassen und schnell in den Betrieb kommen wollen. Die Lizenzpreise liegen 2026 dichter beieinander, als die meisten Vergleiche vermuten lassen. Der Unterschied entsteht daneben: bei Zusatzlizenzen, Einführungsgebühren und KI-Verbrauch.

Was unterscheidet die beiden Systeme im Kern?

Dynamics dokumentiert, was im Vertrieb passiert ist. HubSpot führt euer Team durch das, was als Nächstes passiert. Beide Sätze beschreiben denselben Datensatz, meinen aber zwei Arbeitsweisen.

Microsoft baut Dynamics als Modul einer Unternehmensplattform. Anpassung und Automatisierung laufen über Microsoft Power Automate, eigene Apps über Microsoft Power Apps. Beides erfordert laut Microsoft zusätzliche Lizenzen (Stand: August 2026). Damit wandert ein Teil eurer Prozessarbeit in die Lizenz- und IT-Planung. Resonate

HubSpot bündelt Pipeline, Sequenzen, Prognosen und Reporting in der Vertriebslizenz. Ab Professional richtet euer Team bis zu 300 anpassbare Workflows, 15 Deal-Pipelines und bis zu 100 eigene Berichte ein. Euer Vertrieb ändert Phasen und Felder selbst, im laufenden Quartal. Integrate.io

Was kostet Dynamics 365 Sales, was kostet HubSpot Sales Hub?

Listenpreise für Deutschland, geprüft am 26. August 2026:

Version Dynamics 365 Sales HubSpot Sales Hub
Einstieg ohne Kosten Kostenlose Testversion Kostenlose Version, bis 2 Benutzer
Kleinste Bezahlversion Professional 56,30 € pro Nutzer/Monat Starter ab 20 € pro Lizenz/Monat
Mittlere Version Enterprise 91,00 € pro Nutzer/Monat Professional 90 € pro Lizenz/Monat
Höchste Version Premium 130,00 € pro Nutzer/Monat Enterprise 150 € pro Lizenz/Monat
Einmalige Einführungsgebühr Über Partner oder Microsoft kalkuliert 1.470 € (Professional), 3.420 € (Enterprise)

Die Microsoft-Preise gelten bei jährlicher Abrechnung, zzgl. MwSt. Die HubSpot-Preise gelten bei jährlicher Abrechnung, monatliche Zahlung liegt bei Professional bei 100 € pro Lizenz. Das Onboarding bei Professional und Enterprise ist verpflichtend. Resonate und Integrate.io.

Was die Tabelle zeigt: Auf Lizenzebene trennt die beiden Systeme im mittleren Segment praktisch nichts. Wer den Vergleich hier beendet, vergleicht den kleinsten Kostenblock.

Wie rechnet ihr die KI ein?

Beide Anbieter rechnen KI-Agents nach Verbrauch ab. Das ist die relevanteste Änderung gegenüber den Vergleichen aus 2024 und 2025.

Bei Microsoft sind die Copilot-Funktionen in Dynamics 365 Sales, Outlook und Teams ab der Enterprise Edition enthalten. Vorgefertigte und eigene Agents laufen über Copilot-Credits: 1.000 Credits pro Nutzer und Monat gehören zur Premium-Lizenz, alle anderen Editionen kaufen sie vorab oder nutzungsbasiert dazu. Die Copilot-Funktionen in Teams erfordern zusätzliche Lizenzen.

Bei HubSpot laufen Prospecting Agent, Customer Agent und Data Agent über HubSpot-Guthaben. Starter bringt 500 Guthaben pro Monat mit, Professional 3.000, Enterprise 5.000. Nicht genutzte Guthaben verfallen zum Monatsende. Zusätzliches Guthaben kostet 9,00 € pro 1.000 Einheiten bei jährlicher Zahlung.

Der Verbrauch wird schnell konkret: Der Prospecting Agent kostet 100 Guthaben pro empfohlener Kontaktaufnahme für einen Lead, der Customer Agent 50 Guthaben pro gelöster Konversation, der Data Agent 10 Guthaben pro ausgeführter intelligenter Eigenschaft. Bei fünf Vertriebsmitarbeitern und dreißig Agent-Kontaktaufnahmen pro Person und Monat seid ihr bei 15.000 Guthaben. Die 3.000 aus der Professional-Lizenz decken davon einen Bruchteil.

Rechnet den Verbrauch deshalb vor der Entscheidung durch, mit euren echten Fallzahlen. Diese Position entscheidet über die Gesamtkosten stärker als der Sitzpreis.

Welche Kosten tauchen im Angebot selten auf?

Vier Blöcke, die in Lizenzvergleichen regelmäßig fehlen:

  • Zusatzlizenzen bei Dynamics: Power Automate und Power Apps für Anpassung, Automatisierung und eigene Apps, laut Microsoft-Preisseite kostenpflichtig
  • Einführungsgebühr bei HubSpot: 1.470 € bei Professional, 3.420 € bei Enterprise, einmalig und verpflichtend
  • KI-Verbrauch bei beiden: Copilot-Credits beziehungsweise HubSpot-Guthaben, monatlich schwankend
  • Betriebsaufwand: die Person, die das System dauerhaft pflegt, intern oder extern

Der vierte Punkt bleibt eine Einschätzung aus unserer Projektpraxis, keine Zahl aus einer Studie. Er verschiebt Budgets in unseren Projekten trotzdem stärker als jede Lizenzposition.

Wann bleibt Dynamics 365 Sales die richtige Wahl?

Dynamics spielt seine Stärken aus, wenn drei Bedingungen zusammenkommen: Euer Unternehmen arbeitet tief in der Microsoft-365-Welt, ihr haltet ein eigenes CRM-Admin-Team vor, und euer Vertrieb hängt an komplexen ERP-Verknüpfungen. Die Enterprise Edition bringt erweiterte Anpassung, Konversationsintelligenz und Gebietsmanagement mit, und die Power Platform öffnet praktisch jeden Sonderfall.

Ein Systemwechsel lohnt sich für diese Unternehmen selten. Wir raten in solchen Konstellationen regelmäßig davon ab.

Wann lohnt sich der Wechsel zu HubSpot?

Prüft die folgenden fünf Punkte. Ab drei Treffern rechnet sich ein Wechsel in den meisten B2B-Vertriebsorganisationen:

  1. Euer Vertrieb wartet regelmäßig auf IT-Unterstützung, wenn Pipelines, Felder oder Reports sich ändern sollen
  2. Ihr betreibt drei oder mehr Zusatztools, damit euer CRM den Vertriebsalltag abdeckt
  3. Eure Datenpflege bindet täglich mehr als eine Stunde pro Vertriebsmitarbeiter
  4. Neue Kolleginnen und Kollegen brauchen Monate bis zur produktiven Arbeit im System
  5. Ein Teil eures Vertriebs arbeitet parallel in Excel oder im Postfach, weil das schneller geht

Punkt 5 ist der ehrlichste Indikator. Ein System, das der Vertrieb umgeht, liefert weder Forecast noch Datenbasis für KI.

Was sagen die Zahlen der Anbieter?

HubSpot berichtet auf der eigenen Website, dass 63 % der Kundenunternehmen einen ROI in weniger als 12 Monaten verzeichnen, dreimal mehr Inbound-Leads entstehen und der durchschnittliche Dealbetrag um 27 % steigt. Für die Breeze Agents nennt HubSpot eine um 65 % schnellere Ticketlösung und eine fünffach beschleunigte Pipeline. Wave Connect

Wave Connect

Das sind Herstellerangaben aus dem eigenen Kundenbestand. Sie taugen als Richtung, nicht als Kalkulationsgrundlage. Belastbar wird die Rechnung erst mit euren Zahlen: Anzahl Lizenzen, erwarteter Agent-Verbrauch, Aufwand für Migration und Enablement, Kosten des heutigen Betriebs. Diese Rechnung stellen wir mit euch auf, bevor jemand eine Lizenz unterschreibt.

Häufige Fragen

Ist HubSpot günstiger als Dynamics 365?
Auf Lizenzebene liegen beide im mittleren Segment nahezu gleichauf: 90 € gegenüber 91,00 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung (Stand: August 2026). Der Unterschied entsteht bei Zusatzlizenzen, Einführungsgebühren und KI-Verbrauch.

Braucht HubSpot einen eigenen Administrator?
Euer Vertriebsteam pflegt Pipelines, Felder, Sequenzen und Reports ab der Professional-Version selbst. Für Datenmodell, Integrationen und Automatisierungslogik bleibt eine verantwortliche Rolle sinnvoll, intern oder über einen Partner.

Was kostet die KI in HubSpot zusätzlich?
HubSpot legt Guthaben in jede kostenpflichtige Version: 500 bei Starter, 3.000 bei Professional, 5.000 bei Enterprise pro Monat. Darüber hinaus kostet Guthaben 9,00 € pro 1.000 Einheiten bei jährlicher Zahlung, ungenutztes Guthaben verfällt monatlich.

Der nächste Schritt

Rechnet euren Fall durch, bevor ihr das System wechselt. Wir stellen die Vergleichsrechnung mit euren Lizenzzahlen, eurem Agent-Verbrauch und eurem heutigen Betriebsaufwand auf. → Erstgespräch buchen

 


Ihr wollt wissen, ob sich der Wechsel für euch konkret rechnet?

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