Content Marketing Praxis-Tipp: Video Content selbst gemacht!

Posted by Annika on 13.06.2018 11:03:00
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computer-work-tabletBlogartikel, eBooks, Pressemeldungen und Co. – das ist Content Marketing...oder? Nicht ganz! Das Wörtchen Content wird oft mit Texten in jeglicher Form assoziiert, kann aber tatsächlich in vielen verschiedenen Formaten daherkommen. Und jedes Format bietet ganz eigene Möglichkeiten, um die Inhalte Ihres Unternehmens ansprechend für Ihre Zielgruppe aufzubereiten – egal ob Infografiken, Podcasts, Bildergalerien oder Videos. Doch gerade vor der Produktion von Videos schrecken Marketer oft noch zurück. Schließlich sind Videos doch eine kostspielige und aufwändige Sache (mehr dazu in unserem Blogartikel „Was kosten Erklärvideos eigentlich?“) für die man erst einmal den passenden Dienstleister finden muss. „Selber machen? Können wir nicht!“ Können Sie doch – und wir geben Ihnen ein paar Tipps dafür!

So werden Sie zum Filmemacher

Erst mal die gute Nachricht: Für sehr schnelllebige Plattformen wie Instagram, Facebook und Co. muss es nicht immer das Hochglanzvideo sein. Gerade selbstproduzierte Filme können einen besonderen Charme und das gewisse „hinter-den-Kulissen“- Feeling haben, das dem Zuschauer das Gefühl gibt, nahe am Unternehmen dran zu sein. Trotzdem sollten aber bestimmte Qualitätsstandards eingehalten werden – sowohl inhaltlich als auch technisch. Was das genau bedeutet? Einen kleinen Überblick bekommen Sie in dem von uns produzierten Video für die Handwerkskammer Koblenz:

 

 

Wie Sie sehen, für ein selbstgemachtes Video reicht meist schon eine Smartphone-Kamera – die gängigen Modelle sollten in der Regel eine ausreichende Auflösung haben. Aber bevor es ans Filmen gehen kann, ist noch ein bisschen Vorarbeit nötig. Wir zeigen, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen können: 

Schritt 1: Planung und Konzept 

Einfach mal die Kamera halten und sehen, was passiert? Selbst wenn Videos hinterher so aussehen, als wären sie spontan gefilmt, steckt doch in der Regel ein durchdachtes Konzept dahinter. Und das macht durchaus Sinn – schließlich verfolgen Sie mit Ihrem Video ja ein bestimmtes Ziel. Sie möchten eine Botschaft vermitteln. Deshalb sollten Sie auch sichergehen, dass genau diese zum Schluss auch bei Ihrer Zielgruppe ankommt. Zu einem Konzept gehört beispielsweise:

  • Die Strategie: Warum möchten Sie ein Video drehen? Welche Aussage soll hinter dem Video stehen und was soll Ihre Zielgruppe tun, nachdem Sie das Video gesehen hat? Diese und weitere Fragen haben eine große Auswirkung auf die Art und Weise wie Sie Ihr Video aufbauen und gestalten.
  • Ein Drehplan: Er enthält die harten Fakten zum Dreh. Wann wird gedreht? Wer sind die Hauptfiguren und wann haben sie am Drehtag Zeit? Welche Technik wird wann benötigt und wer ist verantwortlich, dass diese auch funktioniert? Welche Drehorte stehen zur Verfügung? Binden Sie am besten jemanden mit ein, der immer den Plan im Auge hat und dafür sorgt, dass alles reibungslos läuft und Zeiten eingehalten werden.
  • Das Konzept: Hier geht es um das „Wie“ – d.h. wie soll Ihre Botschaft verpackt werden? Möchten Sie beispielsweise Interviews filmen oder eine Geschichte mit Hauptfiguren erzählen? Soll das Video aus der Ich-Perspektive gefilmt werden? Für Anregungen steht Ihnen das ganze Internet offen.

Schritt 2: Technische Vorbereitungen

Keine Angst bei dem Wort „Technik“ – wenn Sie schon einmal die Kamera Ihres Smartphones benutzt haben, sollte das Filmen kein Problem für Sie sein. Auch der Rest des Equipments kann schon bei einer überschaubaren und kostengünstigen Variante beginnen. Hier eine Auflistung und was es dazu zu beachten gibt:

  • Das Smartphone: Videos schlucken Speicherplatz – gehen Sie also vorher sicher, dass ausreichend Platz auf ihrem Smartphone oder der SD-Karte vorhanden ist. Der Akku sollte zudem geladen und die Linse von eventuellen Staubpartikeln befreit sein. Damit keine Störgeräusche entstehen, gehen Sie auf Nummer sicher, wenn Sie während des Filmens den Flugmodus einschalten.
  • Der Ton: Sie drehen ein Videoformat ohne Ton? Umso besser! Aber gerade bei Interviews sollten Sie auf eine gute Tonqualität achten. Es wäre schließlich ärgerlich, wenn der Interviewpartner nicht zu verstehen ist. Reicht die Qualität Ihres internen Smartphone-Mikrofons nicht aus, gibt es schon für kleines Geld Ansteckmikrofone, die eine deutlich bessere Qualität liefern.
  • Das Licht: Die Lichtverhältnisse spielen eine sehr wichtige Rolle beim Filmen, denn diese können die Qualität der Bilder in vielerlei Hinsicht beeinflussen. Steht Ihnen eine natürliche Lichtquelle zur Verfügung, sollten Sie diese auf jeden Fall nutzen – Tageslicht ist weich und schmeichelhaft. Müssen Sie doch einmal auf Lampen zurückgreifen können Sie diese mit mattem Papier oder einem Tuch abdämpfen, sodass das Licht nicht zu hart wirkt. Wie Sie die Lampen positionieren hängt von der Szenerie ab – hier ist ausprobieren angesagt. Ein Beispiel für die klassische Dreipunktbeleuchtung finden Sie hier.

Schritt 3: Das Filmen

Alles geplant und die Technik ein letztes Mal durchgecheckt? Dann kann es jetzt losgehen! Für Filmaufnahmen mit dem Smartphone brauchen Sie entweder eine sehr ruhige Hand oder ein Stativ – auch diese sind schon für kleines Geld im Handel erhältlich. Beim Einspannen ins Stativ sollten Sie allerdings schon bedenken in welchem Format Sie das Video benötigen (je nach Verbreitungskanal gibt es hier Unterschiede) – Hochkant oder Querformat? Aber Ihre Kamera muss nicht nur statisch sein. Im Video für die Handwerkskammer Koblenz haben wir Ihnen bereits kleine Tipps gezeigt, die auch Kamerafahrten und Schwenks möglich machen – und das ohne Wackeln!

Schritt 4: Der Schnitt

Na, alles im Kasten? Vielleicht haben Sie auch das ein oder andere mitgefilmt, was Sie jetzt gerne streichen würden. Kein Problem hierfür gibt es zahlreiche Apps und Schnittprogramme – und dabei müssen Sie nicht unbedingt auf kostspielige Profi-Software zurückgreifen. Fürs einfache Schneiden, Arrangieren und Bearbeiten von Filmaufnahmen gibt es viele Apps und Freeware-Angebote. Dann nur noch im gewünschten Format abspeichern und Sie haben es geschafft! Ihr selbstgedrehtes Video ist bereit für Social Media Kanäle oder Ihre Unternehmenswebsite!

Doch Hilfe gefällig?

Sollten Sie sich noch nicht sicher sein, ob Sie Ihr geplantes Videoprojekt alleine oder doch lieber mit der Unterstützung einer Agentur umsetzen wollen, haben wir folgenden Rat für Sie: Beginnen Sie einfach mit der Konzeptionsphase. Meist stellt sich hier ganz schnell heraus, ob Sie bei den strategischen Grundlagen oder beim Herausarbeiten einer Story Unterstützung brauchen. Manchmal kann es auch sehr hilfreich sein, sich Input von Außenstehenden zu holen. Sie können Ihre Inhalte mit genügend Abstand betrachten und so den ein oder anderen guten Tipp geben können. 

Eine Agentur kann aber auch dann hilfreich sein, wenn Sie eine tolle Idee für ein Video haben, diese aber doch etwas aufwendiger umzusetzen ist als gedacht. Oder wenn Sie statt auf Realdreh vielleicht lieber auf ein Erklärvideo setzen wollen. Wer schon Erfahrung mitbringt, setzt solche Projekte eben meist doch schneller und reibungsloser um. Für diese Fälle steht Ihnen textzeichnerin natürlich gerne zur Seite!

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Topics: Video Marketing, Content Marketing

Mark Lotse - Der Blog

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